Visual Effects (VFX)
10./11. Dezember 2011, Bavaria Studios Geiselgasteig
Das Seminar gibt Filmschaffenden wie z.B. Produktions- und Aufnahmeleitern, Szenenbildnern oder Regieassistenten Einblick in die verschiedenen Stadien der VFX-Planung und VFX-Produktion sowie in die Arbeit des VFX-Supervisors. Die wichtigsten VFX-Techniken werden verständlich erläutert und es wird ein Blick in die Vergangenheit und Zukunft der VFX geworfen, wobei verwandte Bereiche wie Modelltrick, SFX oder Physical-Effects gestreift werden.
Das Seminar beleuchtet besonders die häufigsten Probleme und Fehlerquellen in der Praxis sowie die Auswirkungen von VFX auf die Produktionskosten und auf die Arbeit anderer Film-Departments. Zur Veranschaulichung werden u.a. aussagekräftige Ausschnitte aus Filmen und Making-Ofs gezeigt und erläutert.
Seminaraufbau
1) Überblick über VFX und andere Tricktechniken, die Stadien der VFX-Produktion sowie die Aufgaben des VFX-Supervisors in Vorproduktion, Produktion und Postproduktion.
2) Genauere Betrachtung der wichtigsten FX-Bausteine von heute und deren Auswirkungen auf Vorproduktion und Dreharbeiten. Insbesondere behandelt werden Bluescreen/Greenscreen, Rigs & Wires, Creatures, Physical-FX, SFX, Crowd-Replication & Crowd-Simulation, Feuer, Rauch, Wasser, Motion-Capturing, Modelltrick, Motion-Control, Motion Tracking, Computer-Animation & Digital-Mattes und natürlich die digitale Postproduktion.
3) VFX gestern, heute und morgen: Rückblick auf alte Tricktechniken wie Stopptrick, Rück-/Frontprojektion, Matte-Paintings, Glas-Shots, Spiegelkästen, Rotoskopie, optische Printer und frühe Bluescreens. Warum sind diese Techniken praktisch ausgestorben? Welche alten Verfahren lohnen sich auch heute noch? Was lernen wir aus der Vergangenheit? Welche Techniken werden in Zukunft verschwinden? Kommt der voll-digitale Film?
4) Probleme & Fehlerquellen: Die häufigsten Fehler und Fehlentscheidungen in Vorproduktion und Produktion. Kompetenzrangeleien und angekratzte Egos: Der VFX-Supervisor als Störenfried in anderen Departments. Learning by doing: Erfahrung schützt vor Fehlern nicht.
5) VFX und das liebe Geld: Wie berechnet man die Kosten von VFX-Produktionen? Auswirkung der Kosteneinschätzung auf das Drehbuch. Wichtige Maßnahmen zur Vermeidung von Kostenexplosionen. Lösungen für Low-Budget-Produktionen.
Tyron Montgomery erhielt für seinen Kurzfilm „Quest“ einen Oscar und über 40 weitere internationale Auszeichnungen. Er programmierte u.a. Motion-Control-Software, entwickelte das Interlaced-Light-Recording und produzierte den weltweit ersten Stopptrick-Film für die Kinoleinwand, der vollständig digital aufgezeichnet und bearbeitet wurde. Seit über 10 Jahren ist Tyron Montgomery als VFX-Supervisor tätig und leitet die Agentur Augenreiz in München.
www.augenreiz.de