Camera Acting

Concentration away from yourself is the creative source of acting for film & television. / Die Konzentration von sich selbst auf sein Gegenüber zu lenken, ist die kreative Quelle des Schauspiels für Film & Fernsehen. (Charles E. Conrad)

Was ist Camera Acting eigentlich? Viele Workshopangebote werben mit diesem Begriff. Bei näherer Betrachtung findet man dann aber nur relativ vage Informationen zum "Schauspiel vor der Kamera" – meist nur zu Themen wie: Kameraposition, Marken und dergleichen. Dabei handelt es sich bei Camera Acting um eine eigenständige Technik des Schauspiels, die ganz andere Elemente beinhaltet als die Arbeit auf der Bühne.

In den 1960er Jahren entwickelte Charles E. Conrad auf Basis der Meisner Technik seine eigene Art des Camera Acting. Im Gegensatz zu anderen Coaches ging es ihm nicht darum, den Text zu analysieren, eine Haltung zu finden und daraus Handlungen oder Emotionen abzuleiten. Vielmehr arbeitete er daran, mit Hilfe der Repetition-Übung die Konzentration komplett auf den Partner zu verlagern und somit alle Handlungen, Reaktionen und Emotionen intuitiv aus der Präsenz des Partners zu beziehen. Dies wurde die "Conrad Technique" und mit ihr wurde Charles E. Conrad einer der angesehensten Schauspiel-Coaches Hollywoods.

Aufgrund der Pandemiesituation ist das Seminar je nach Infektionsgeschehen als Präsenz- oder Onlineseminar konzipiert.

Präsenzseminar:
In dem viertägigen Präsenz-Workshop werden die Teilnehmer*innen anhand einer Szene in diese Technik eingeführt und unterrichtet. Die Spielpartner werden die Szene an den vier Tagen durch Improvisationen und Übungen vor der Kamera erarbeiten. Dabei werden am dritten und vierten Tag die Szenen mit der Kamera aufgezeichnet und ausgewertet. Im Anschluss an den Workshop erhalten die Teilnehmer eine geschnittene Version ihrer Szene auf DVD.

Onlineseminar:
In unserem viertägigen Online-Workshop erhalten die Teilnehmer*innen einen Überblick auf die Arbeitsmarktsituation sowie auf die Anforderungen an angehende SchauspielerInnen als auch am Berufsbild interessierten Personen. Essentielle Themen wie Außenwirkung, Typisierung und Castingsituation werden ebenso behandelt wie Techniken zur Szenenanalyse, Dramaszenen und Comedy-Charaktere. Den Teilnehmer*innen werden Szenen zur Verfügung gestellt, die sie im Workshop vorbereiten und vortragen. Bei der Durchführung als Online-Workshop wird zudem ein Fokus auf die Einzelarbeit und Castings gelegt, um so nahe und praxisrelevant am derzeitigen Dreh- und Besetzungsgeschehen zu arbeiten.
Hendrik Martz
Hendrik Martz begann seine Schauspielkarriere im Alter von 16 Jahren in der Titelrolle der ZDF-Vorweihnachtsserie "Patrik Packard". Seither war er in über 20 Fernsehserien und in noch mehr TV-Werbespots zu sehen und arbeitet regelmäßig als Synchronsprecher. 1989 wurde er am "Neighborhood Playhouse School of the Theatre" in New York angenommen, wo er unter Sanford Meisner, Martin Barter, Richard Pinter, Bruce Hermann und Ron Stetson die Meisner Acting Technique studierte. Nach dem Playhouse vertiefte er sein Wissen durch Workshops bei Sidney Kay und Phil Gushee, beide renommierte Lehrer der Meisner Technik. Zusammen mit Jim Walker betreut er Film­ und TV­Produktionen der ARD (“Tatort“), ZDF, NDR und arbeitete als Coach unter anderem mit den Regisseuren Uwe Janson und Hannu Salonen und betreute Errol Trotman für „Deutschland `83“.
www.coach-martz.de

13. bis 16. Mai 2021

Dozent(en): Hendrik Martz
Ort: online
Teilnehmerbeitrag: 490,00 €
Es sind noch reichlich Plätze vorhanden (>5).