Camera Acting

Concentration away from yourself is the creative source of acting for film & television. / Die Konzentration von sich selbst auf sein Gegenüber zu lenken, ist die kreative Quelle des Schauspiels für Film & Fernsehen. (Charles E. Conrad)

Was ist Camera Acting eigentlich? Viele Workshopangebote werben mit diesem Begriff. Bei näherer Betrachtung findet man dann aber nur relativ vage Informationen zum "Schauspiel vor der Kamera" – meist nur zu Themen wie: Kameraposition, Marken und dergleichen. Dabei handelt es sich bei Camera Acting um eine eigenständige Technik des Schauspiels, die ganz andere Elemente beinhaltet als die Arbeit auf der Bühne.

In den 1960er Jahren entwickelte Charles E. Conrad auf Basis der Meisner Technik seine eigene Art des Camera Acting. Im Gegensatz zu anderen Coaches ging es ihm nicht darum, den Text zu analysieren, eine Haltung zu finden und daraus Handlungen oder Emotionen abzuleiten. Vielmehr arbeitete er daran, mit Hilfe der Repetition-Übung die Konzentration komplett auf den Partner zu verlagern und somit alle Handlungen, Reaktionen und Emotionen intuitiv aus der Präsenz des Partners zu beziehen. Dies wurde die "Conrad Technique" und mit ihr wurde Charles E. Conrad einer der angesehensten Schauspiel-Coaches Hollywoods.

In unserem viertägigen Workshop werden die Teilnehmer anhand einer Szene in diese Technik eingeführt und unterrichtet. Die Spielpartner werden die Szene an den vier Tagen durch Improvisationen und Übungen vor der Kamera erarbeiten. Am dritten und vierten Tag werden die Szenen dann mit der Kamera aufgezeichnet und ausgewertet. Nach dem Workshop erhalten die Teilnehmer eine geschnittene Version ihrer Szene auf DVD.
Hendrik Martz
Hendrik Martz begann seine Schauspielkarriere im Alter von 16 Jahren in der Titelrolle der ZDF-Vorweihnachtsserie "Patrik Packard". Seither war er in über 20 Fernsehserien und in noch mehr TV-Werbespots zu sehen und arbeitet regelmäßig als Synchronsprecher. 1989 wurde er am "Neighborhood Playhouse School of the Theatre" in New York angenommen, wo er unter Sanford Meisner, Martin Barter, Richard Pinter, Bruce Hermann und Ron Stetson die Meisner Acting Technique studierte. Nach dem Playhouse vertiefte er sein Wissen durch Workshops bei Sidney Kay und Phil Gushee, beide renommierte Lehrer der Meisner Technik. Zusammen mit Jim Walker betreut er Film­ und TV­Produktionen der ARD (“Tatort“), ZDF, NDR und arbeitete als Coach unter anderem mit den Regisseuren Uwe Janson und Hannu Salonen und betreute Errol Trotman für „Deutschland `83“.
www.martzwalker.com

15. bis 18. Juni 2017

Dozent(en): Hendrik Martz
Teilnehmerbeitrag: 480,00 € (Bei Zahlungseingang bis zum 31.05.2017 ermäßigt auf 430,00 €)
Es sind noch reichlich Plätze vorhanden (>5).