Dokumentarfilmproduktion
30. Juni/1. Juli 2012, film.coop München
Der Dokumentarfilm boomt. Fast jede Woche startet in Deutschland ein Dokumentarfilm im Kino. Das als langweilig verrufene Genre tritt immer öfter aus dem Schatten des Spielfilms heraus. Kostengünstige digitale Produktionsformen ermöglichen die Entstehung von Dokumentarfilmen in großer Zahl und Vielfalt. Ist es also ganz leicht geworden, mit einer guten Idee und einer kleinen Kamera aufsehenerregende Werke für ein großes Publikum zu erschaffen?
Ziel des Seminars ist, jeden Teilnehmer in die Lage zu versetzen, sich vor Beginn der Produktion seines Dokumentarfilms die richtigen Fragen zu stellen. Die Teilnehmer erhalten einen praxisnahen Einblick in die Eigenheiten dieses sehr speziellen Marktes für lange und mittellange Filme ab 45 Minuten. Magazinbeitrag, Reportage etc. werden nicht behandelt. Am Beispiel einer Fernseh-Auftragsproduktion und einer Kinokoproduktion werden Wege aufgezeigt, wie man als Autor und Regisseur seine eigenen Filme „unabhängig“ produzieren kann.
Inhaltliche Schwerpunkte- Themenwahl
- Projektpräsentation
- Kalkulation
- Finanzierungsplan
- Umgang mit öffentlich-rechtlichen Fernsehredaktionen, Filmförderanstalten und Verleihern
Außerdem: Die wichtigsten Rechte und Pflichten des Filmemachers, der sich als Produzent seiner Werke plötzlich in der Rolle eines Unternehmers wiederfindet und nun die wirtschaftliche und juristische Verantwortung für sein Projekt trägt.
Jens Schanze realisiert Dokumentarfilme als Autor, Regisseur, Cutter und Produzent. Er ist Absolvent der HFF München. 2002 gründete er zusammen mit Judith Malek-Mahdavi die Mascha Film GbR. Seine Filme entstanden als Koproduktionen mit dem WDR, ZDF/3sat, NDR/Arte und BR. Sie wurden mit Preisen internationaler Filmfestivals und anderen Auszeichnungen gewürdigt, darunter der Bayerische Filmpreis, Bayerische Fernsehpreis, Adolf-Grimme-Preis, Phoenix-Dokumentarfilmpreis und der Starter-Filmpreis der Stadt München.
www.maschafilm.de