Filmschnitt und Montage

Die Montage bedeutet nicht Schnitt allein, vielmehr geht es hier um die bildlich-psychologische Umsetzung des Inhalts. Themen dieses Wochenendes sind eine kurze Geschichte des Films und der Montage, Bildgestaltung, Kräfte im Bild, Eyemovement, Montageformen, Rhythmus, Einsatz des Tons sowie stilbildende Elemente. Dabei lassen wir uns von Fragen leiten wie
  • Warum macht ein Cutter dasselbe wie ein Autor?
  • Wie kann er Emotionen und Erwartungen beim Zuschauer wecken und steuern?
  • Wie montiert man Charaktere, Raum und Zeit so, daß wir lachen, weinen oder staunen?
  • Wie wird erzählerischer Antrieb – das Herz jeder Montagesequenz – erzeugt, variiert und gesteigert?
  • Wie kann man mit drei Einstellungen drei verschiedene Geschichten erzählen?
  • Wie geht man im Rohschnitt vor, um die Geschichte zu finden?
  • Wie werden Achsen und Visual Storytelling im Schnitt benutzt?
  • Warum können dialektische Montage und Continuity Editing, Nouvelle Vague und Hip-Hop-Montage heutezutage ohne weiteres nebeneinader bestehen?
  • Wie wurde in Berlin vor 10 Jahren die Montage nocheinmal neu erfunden?
  • Welche drei Formen des Tempos im Film gibt es und wann ist welches gefragt?
  • Wie wird eine Story im Werbeclip erzählt und geschnitten?
  • Welche Formen des Übergangs (Transition) gibt es und was bewirkt ein echter Match Cut?
  • Wie werden traditionelle Montageformen (Parallelmontage, Crosscutting, Flashback Flashforward usw.) heute neu angewendet und gebrochen?
  • Welche Variationsmöglichkeiten gibt es in der Montage von Dialog-, Tanz- und Actionszenen?  

Das Seminar gibt Antworten auf diese Fragen und macht die Teilnehmer mit den Grundzügen und Feinheiten der filmischen Montage vertraut. Es findet anhand zahlreicher aktueller Filmbeispiele aus verschiedenen Genres, grafischen Darstellungen und mit Übungen in Gruppenarbeit statt. Die gewonnenen Erkentnisse und Erfahrungen sind nicht nur für Cutter und solche, die es werden wollen, von Nutzen, sondern für jeden, der in einem der kreativen Departments der audiovisuellen Medien arbeitet.
Uwe Wrobel
Uwe Wrobel absolvierte von 1995 bis 1997 eine Ausbildung zum Film- und Fernsehcutter beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg. 2004 erlangte er sein Diplom als Film- und Fernsehregisseur an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Seit 2004 ist er Geschäftsführer der Playtime-Filmproduktion, mit speziellem Augenmerk auf Postproduktionsprozessen. Er lehrt als Dozent an der Hochschule für Fernsehen und Film München und der Bayerischen Akademie für Fernsehen.
www.playtimefilm.de

18. und 19. Februar 2017

Dozent(en): Uwe Wrobel
Teilnehmerbeitrag: 240,00 € (Bei Zahlungseingang bis zum 03.02.2017 ermäßigt auf 190,00 €)
Es sind noch reichlich Plätze vorhanden (>5).